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Cinema Top

Magazine

Deutschland

1986

Im Sommer 1986 tüftelte Ralf Stockhausen zusammen mit Interessenteiler Berndt Ebersoldt an seiner ersten Fanzine-Publikation mit dem Titel Cinema Top. Geplant waren Themen, die sich in erster Linie mit Science Fiction-Filmen auseinandersetzten. Cinema Top kam aus dem Prototypen-Stadium leider nie heraus und darf ironischerweise als Totgeburt bezeichnet werden. Es existieren lediglich vier fertiggestellte Seitenvorlagen, die ganz typisch für Amateur-Publikationen der Computer-Steinzeit mit Schere und Kleber zusammengeschnipselt wurden. Nach den ersten Gehversuchen im Fanzine-Bereich veröffentlichte Ralf schliesslich zwei Jahre später die erste Ausgabe des Kaiju-Magazines Godzilla Family, das es auf insgesamt acht Ausgaben bringen sollte. Seit 1996 veröffentlicht er Pranke, das sich dem gesamten «phantastischen» Genre widmet und zu Deutschlands besten semi-professionellen Magazinen gezählt werden darf. Auf der Webseite des Pranke-Magazins schildert Ralf noch einige Anekdoten aus der kurzen Cinema Top-Geschichte:
 
«Es wurden sogar einige Banalitäten angeboten. An dieser Stelle sei nur das «Telefonspiel» erwähnt. Hier der Originaltext: «Wählen Sie eine bestimmte Telefonnummer während einer bestimmten Zeit. Man hört einen Spitzensoundtrack [sic!]. Hat man ihn erkannt, wählt man eine weitere Nummer. Für den ersten Anrufer gibt es ein Filmplakat des jeweiligen Films, alle weiteren je ein Filmbild.» Naja, zum Glück ist nichts daraus geworden. Unsere Erziehungsberechtigten hätten uns eh ihre Telefonanschlüsse für einen solchen Schmarrn nicht zur Verfügung gestellt... Gekostet hätte dieses fulminante Fanzine umgerechnet 18,- Euro pro Jahr beziehungsweise 12 Ausgaben. War anscheinend dem anvisierten Leserkreis zu teuer, denn niemand hat dieses hypergrandiose Heft jemals bestellt...»

 

 

 

 

 

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