DEEN

Vampir

Magazine

Deutschland

1972 - 1982

Der Vorreiter sämtlicher deutschen Magazine, die sich mit dem «Phantastischen Film» auseinandersetzen sollten, war die von Manfred Knorr in Nürnberg herausgegebene Heftreihe  Vampir. Die ersten fünfzehn Ausgaben erinnerten von der Gestaltung stark an das französische Magazin Midi-Minuit Fantastique, welches nur zwei Jahre zuvor eingestellt wurde. In Vampir ging es freilich etwas weniger freizügig zur Sache, denn der Schwerpunkt lag hier weniger auf Exploitation-Filmen, sondern mehr auf «handfesten» Horror-, Science Fiction- und Monsterstreifen. Die hohe Qualität der Artikel garantierten neben Knorr bekannte Mitarbeiter wie Hans D. Furrer (Moviestar), Dr. Rolf Giesen (Lexikon des phantastischen Films) und Detlef Klewer (Inferno - Die Welt des Dario Argento). Auch in Bezug auf das abgebildete Bildmaterial war Vampir der «Konkurrenz» immer eine Nasenlänge voraus.
 
Zum Sammeln bot Vampir zusätzlich noch das Vampir Filmprogramm, von dem einige Ausgaben als Beilage zu dem Magazin enthalten waren. Diese Reihe war ebenfalls Genre-Filmen gewidmet und die jeweils vierseitigen Programme erschienen unter anderem zu Frogs, Frankensteins Höllenbrut, Junges Blut für Dracula oder auch Das Geheimnis des Gelben Grabes. Bei der 16. Ausgabe vom März 1979 war erstmals eine weitere Beilage mit dem Namen Necronomicon - Die Welt des Phantastischen Buches  dabeigeheftet, welche sich ausschliesslich mit Genre-Literatur beschäftigte. Aus Necronomicon entstand kurzzeitig das Magazin Vision. Nach 24 Ausgaben, zehn Jahre nach der Premiere, wurde Vampir eingestellt. Manfred Knorr ist heute Chefredakteur der Moviestar.

 

 

 

 

 

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