DEEN

Evil Ed

Magazine

Deutschland

1986 - 1990

Evil Ed hat im deutschsprachigen Raum Fanzine-Geschichte geschrieben. Die Herausgeber Dietmar «Dia» Westerteicher und später auch Michael «Nagi» Nagenborg waren praktisch die ersten, die sich auf diesem Wege dem modernen Horrorfilm angenommen haben. Ironischerweise war Evil Ed anfangs gar nicht als regelmäßig erscheinendes Fanzine geplant, sondern als einmalig erscheinende Promotion-Ausgabe für einen gleichnamigen Amateur-Film, der jedoch nicht realisiert wurde. Im Sonderband Das Beste aus Evil Ed schreibt Dietmar Westerteicher über die Entstehung der Nullnummer: «Wir arbeiteten wie die Wilden, um das Magazin pünktlich zum 1. April herauszubringen - schließlich war die Sache ja mehr als Gag geplant - und schafften es mit einigen Verrenkungen schließlich auch. Leider hatten wir uns in einer Beziehung verschätzt: die Nachfrage war so groß, daß wir schon innerhalb der ersten drei Wochen die halbe Auflage abgesetzt hatten und die Leute wollten mehr aus unseren Federn lesen als nur eine einmalige Sonderausgabe.» Es erschienen letzten Endes ganze siebzehn Ausgaben (sowie ein Filmprogramm), bevor die Reihe Anfang 1990 eingestellt wurde. Die Ausgaben 1 bis 3 hatten eine damals ungewöhnliche Ringbindung. «Dia» Westerteicher hat danach die aufwändigere und actionlastigere Filmzeitschrift Raw Deal gemacht, von der allerdings nur eine Ausgabe erschien. Michael Nagenborg versuchte sich später als Produzent und Regisseur von Amateurfilmen wie Das Grauen kam aus der Kloake! und Schoepkes Leiche. Michael Nagenborg arbeitete auch an Deutschland bestem Fanzine Caligari mit. Noch mehr Infos über «Nagi» findest du auf seiner privaten Homepage und auf den Webseiten des Independent-Filmlabels Bohemia Filmkunst. Der österreichische Fanzine-Pionier Harald Dolezal (siehe Dark Movies) hat unter anderem die Serie Trash-O-Rama, welche sich mit obskuren Filmen und ihren Machern auseinandersetzt, für Evil Ed entwickelt.

 

 

 

 

 

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