DEEN

Cinefantastique + CFQ

Magazine

USA

1967 - 2006

Cinefantastique war das erste Filmmagazin, welches sich auf seriöse Weise mit dem «Phantastischen Film» auseinandersetzte. 1970 wurde von Filmfan Frederick S. Clarke gegründet, machte es sich besonders durch die umfangreichen Retrospektiven einen Namen, die nicht selten mehr als zwanzig Seiten füllten. Mit dem Star Wars-Boom Ende der 1970er Jahre konnten die Leserzahlen kontinuierlich gesteigert werden, zehn Jahre später abermals mit regelmäßig erscheinenden Doppelausgaben zu den verschiedenen Star Trek-Fernsehserien. Doch nicht jeder Filmemacher war auf Clarke und seine ganz besondere Art der Berichterstattung gut zu sprechen. Mehr als einmal kam es vor, dass Passagen von Interviews abgedruckt wurden, die eigentlich nicht für Öffentlichkeit bestimmt waren. Spektakulärster Fall war das Preisgeben von Darth Vaders Herkunft noch vor der Premiere von Die Rückkehr der Jedi-Ritter im Jahre 1983. Auch galt Clarke bei seinen Mitarbeitern als schwer umgänglicher Mensch, der gerne Artikel komplett umschrieb und kürzte, um die Entlohnung der Autoren zu senken. Trotz allem begannen viele namhafte Autoren ihre Tätigkeit bei Cinefantastique - wie zum Beispiel Tim Lucas (Video Watchdog) oder Don Shay (Cinefex). Anfang der 1990er Jahre startete Clarke eine Reihe von Schwestermagazinen, die zum grössten Teil aber schnell wieder vom Markt verschwanden. Das als «Independent-Magazin» angepriesene Imagi-Movies überdauerte zehn Ausgaben, Animefantastique dagegen nur drei. Visions blieb sogar ein One-Shot. Einzig Femme Fatales, sozusagen ein Herrenmagazin für Stars und Sternchen der «phantastischen» Filmgenres, entwickelte sich prächtig und konnte die Auflage der Cinefantastique schon bald übertrumpfen.

Mit dem Selbstmord des Herausgeber im Oktober 2000 änderte sich alles schlagartig. Die Witwe Celeste Casey Clarke etwa anderthalb Jahre nach dem tragischen Ereignis die Titelrechte an Mindfire Entertainment, die Cinefantastique eine optische Runderneuerung verpassten und den Titel in das «griffigere» CFQ änderten. Doch trotz der Bemühungen fehlte der alte «Biss», der Cinefantastique in den frühen Jahren immer auszeichnete. Im November 2006 erschien die letzte Ausgabe des ehemals besten «phantastischen» Filmmagazins. Steve Biodrowski, einst Korrespondent der amerikanischen Westküste, betreut heute die Webseite Cinefantastique Online. Lesen Sie die komplette Geschichte des «Magazine with a Sense of Wonder» hier.

 

 

Angezeigt wird Ausgabe 1 bis 30 von insgesamt 95

 

 

 

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