DEEN

Atomovision

Magazine

Frankreich

1994 - 1997

Filmproduzenten der 1950er Jahre waren sehr kreativ, wenn es um Methoden ging, das Publikum die Lichtspielhäuser und Drive-Ins zu locken. So präsentierte man Horrorfilme in allerhand «neuartigen» Verfahren, welche die Schockwirkung quasi ins Unermessliche steigern sollten...  Begriffe wie «Horrorscope» (Beginning of the End), «Cinemagic» (The Angry Red Planet), «Terrorscope» (The Beast with 1,000,000 Eyes), «Wonderama» (The 5000 Fingers of Dr. T) oder auch «Illusion-O» (13 Ghosts) tauchten auf - und zerplatzten bereits nach wenigen Filmmetern wie Seifenblasen. Quasi als Hommage an die Filme dieser Ära taufte Fabrice Lambot sein erstes Fanzine, welches er von 1994 bis 1997 veröffentlichte, auf den Namen Atomovision. Der Begriff taucht übrigens im gleichen Kontext ebenfalls in Joe Dantes Komödie Matinee - Die Horrorpremiere auf.

Die Trash-Filme der 1950er und 1960er Jahre sowie die Klassiker der Stummfilmzeit bildeten gleichzeitig auch Schwerpunkte der Atomovision. Natürlich wurde in jeder Ausgabe auch ein gemütliches Plätzchen für die Damen des Phantastischen Filmes eingerichtet... immerhin haben wir es mit einer französischen Publikation zu tun. Nach nur sechs Ausgaben stellte Lambot die Herausgabe seines Fanzines ein, obwohl bereits einige Artikel für eine siebte Ausgabe fertiggestellt waren. Mit den Kurzfilmen Insanity (2002) und Le Sang du Châtiment (2005) stieg er später ins Filmgeschäft ein. Seit Anfang 2007 - exakt zehn Jahre nach Atomovison - ist er als Autor für das Magazin Metaluna tätig.

 

 

 

 

 

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