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Zehn Jahre nach der Einstellung des Magazines erfuhr Famous Monsters of Filmland eine Wiederbelebung durch den in New Jersey beheimateten Fotografen Ray Ferry. Obwohl die Rechte an der Marke weiterhin bei James Warren lagen, startete Ferry mit der Ausgabe 200 die zweite Serie des Magazines. Die Hefte 192 bis 199 wird man demnach umsonst suchen, da diese nie existierten. Um rechtliche Streitigkeiten wegen des eigentlich unerlaubten Gebrauchs des Magazintitels zu vermeiden, zahlte Ferry dem ehemeligen Chefredakteur Ackerman pro Ausgabe 2500 Dollar und führte ihn im Impressum weiterhin unter dieser Position auf, obwohl er ihm zunehmend das Ruder aus der Hand nahm. Ferry begann, eigene Artikel im typischen Ackerman-Stil (mit Wortkreationen wie «monsterrific» oder «fantasticlassics») zu verfassen, während er Textbeiträge von Ackerman selbst abzulehnen begann. Den Lesern wurde jedoch suggeriert, ihr «Uncle Forry» würde sich auch weiterhin um sein «Baby» kümmern. Hinter den Kulissen kam es langsam zum Eklat.
 
Ackerman beendete schließlich jegliche Zusammenarbeit mit Ray Ferry, doch dieser wollte nicht auf Ackermans zugkräftigen Namen im Impressum verzichten. Die Angelegenheit landete 1997 erstmals vor Gericht. Am 11. Mai 2000 bekam Ackerman 382.000 Dollar Entschädigungszahlungen und weitere 342.000 Dollar Schadenersatz zugesprochen, was ein anderes Gericht am 12. November 2002 nochmals bestätigte, nachdem Ferry in Revision gegangen war. Da Ferry daraufhin bankrott anmeldete, sah Ackerman niemals etwas von dem ihm zugesprochenen Geld. Erst im März 2009 erlangten Anwälte eine gerichtliche Verfügung, nach der Ferry die Marke Famous Monsters of Filmland weder im Internet, im Printbereich noch beim Merchandise weiterverwenden darf. Mit der 250. Ausgabe von Famous Monsters wurde die zweite Serie von Amerikas bekanntestem Monstermagazin auf traurige Weise beendet.
 
Zum Bezahlen der immensen Anwalts- und Gerichtskosten musste Ackerman sich nach und nach vom Großteil seiner weltweit einmaligen Sammlung trennen, auch seine 18-Zimmer-Villa fiel der langjährigen gerichtlichen Auseinandersetzungen zum Opfer. Hier - in seinem «Ackermansion» - beherbergte er unzählige Requisiten und Memorabilia von der Stummfilmzeit bis zur Gegenwart, die er in jahrzehntelanger Arbeit mit Unterstützung von Größen aus dem Showgeschäft sowie Sammlerkollegen zusammentragen konnte. Ackerman war es auch, der die deutsche Perry Rhodan-Heftserie in die USA holte, auch wenn diese dort nur 145 Ausgaben (1969-1979) überstand. Als Film- und Literaturagent konnte sich «Mr. Science Fiction» ebenfalls einen Namen machen und Stars wie Vincent Price, Ray Bradbury oder Ray Harryhausen zu seinem Freundeskreis zählen. Leider ist die Zeit der großen Horror-Stars schon lange vorbei - und eine Persönlichkeit wie den am 4. Dezember 2008 aus dem Leben geschiedenen Forrest J Ackerman wird es nie mehr geben. Die «Ackerman-Ära» bei Famous Monsters of Filmland aus den Jahren 1958 bis 1983 gilt heute als wichtigstes und interessantestes Kapitel des Magazins. Die Dynacomm-Serie von Ray Ferry wurde zwar von der Leserschaft akzeptiert, doch ihr fehlte das Herzblut der ersten Serie. Das Magazin inspirierte die Macher vieler anderer Magazine wie Castle of Frankenstein, Cinefantastique, Fangoria oder Video Watchdog, und noch weitaus mehr Fanzine-Herausgeber.

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