
«Death Ray» ist erloschen
Britische Science Fiction-Fans dürften momentan wohl eine schwere Zeit haben. Als der Publisher Visual Imagination im vergangenen Jahr ohne Vorwarnung (und bis heute ohne Stellungnahme) die Arbeit einstellte, verschwanden gleich zwei Genrepublikationen vom Markt. Neben Grossbritanniens ältestem SF-Magazin Starburst (365 Ausgaben seit 1978) wurde auch die 1989 gegründete TV Zone mit der Doppelausgabe 231/232 eingestampft. Weiterhin waren auch Shivers, Cult Times und Xposé betroffen, die sich eher an das Horror- und Mystery-Fanlager richteten.
Jetzt hat es auch Death Ray erwischt. Im Oktober 2009 erschien die einundzwanzigste und auch zugleich letzte Ausgabe des Magazines. Begründet ist dies durch die Trennung des Herausgebers Blackfish Publishing vom Mutterkonzern Rebellion Developments, der sich vor einigen Jahren besonders durch das Game Aliens versus Predator einen Namen in der Spieleszene machte. Death Ray startete im August 2007 - fast zeitgleich mit SciFi Now - als Konkurrenzprodukt zum britischen Platzhirsch SFX und wurde von keinem Anderen als Matt Bielby ins Leben gerufen, der 1995 auch SFX gründete und dann nach dreizehn Ausgaben zu Total Film wechselte. Im Gegensatz zu SFX wurde in Death Ray auch verstärkt auf Genreliteratur eingegangen. Auch Filmstar, ein Mainstream-Filmmagazin aus dem Hause Blackfish Publishing, wird nun nach nur fünf Ausgaben nicht mehr fortgeführt werden.
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