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Fanzine oder Fanzyklopädie?

Noch vor einigen Jahren hätte ich nicht erwartet, dass mein Fanzine-Prototyp Pulse - Das Lexikon des Phantastischen Films jemals das Licht der Öffentlichkeit erblicken würde. Zu diesem Zeitpunkt war die einzige gedruckte Ausgabe sicher in einem Wiener Filmliteratur-Archiv in Verwahrung. Nach dem Start von Mad Mags bot es sich jedoch an, Pulse auf digitale Weise zu reanimieren und hier in (fast) kompletter Form als Download zur Verfügung zu stellen.

Ein belangloser und zweitklassiger US-Horrorstreifen diente als Namensgeber für eine eine Sammlung von Filmrezensionen, die zum Teil bereits Anfang der 1990er Jahre  verfasst wurden. Doch erst mit der Anschaffung eines Computers, einige Jahre später, rückte die Verwirklichung eines Fanzines in greifbare Nähe. Die bislang in zwei Aktenordnern abgelegten, handgeschriebenen Artikel wurden am Rechner überarbeitet und bildeten somit die Grundlage für Pulse. Von den knapp 400 Filmrezensionen (drei Beispiele werden unten abgebildet) fanden letzten Endes nur 250 den Weg in die im Sommer 1998 (mit Hilfe von Microsoft Word) erstellte «Testversion». Grund hierfür war meine Ungeduld, endlich mal etwas «Gedrucktes» in den Händen zu halten. Bei dieser einzigen Ausgabe sollte es auch bleiben, da es sich dummerweile als recht kompliziert erweisen sollte, ein Fanzine von solchem Umfang am heimischen Drucker zu vervielfältigen. Stattdessen fanden einige der Artikel den Weg auf die Webseite Grauen II - Die RückkehrGrauen II - Die Rückkehr, andere in das Monstermagazin Pranke - Das Magazin für Monster-FansPranke. Pulse war somit zu den Akten gelegt.

Drei der unveröffentlichten Rezensionen (Maxie, Die Maske des Fu Manchu & TekWar: Kampf um die Vergangenheit)

Jene «Testversion» sollte von Anfang an ein Unikat bleiben, da spätere Ausgaben wohl mit einem  aufwändiger illustrierten Layout versehen worden wären. Das Word-Dokument dieser Version wurde dementsprechend gelöscht, was sich knapp zehn Jahre später, angesichts eines PDF-Reprints, als folgenschwerer Fehler erweisen sollte. Denn nun galt es, sämtliche Seiten einzuscannen und mit Hilfe einer Texterkennungs-Software zu rekonstruieren. Das nun vorliegende Ergebnis kommt dem Original recht nah, es wurden lediglich einige Rechtschreibfehler entfernt. Ausserdem fiel die letzte Seite, die einen kurzen Comic enthielt, aus urheberrechtlichen Gründen der Schere zum Opfer.

Pulse war ein reines Fan-Produkt, was man beim Lesen auch mehr als deutlich merkt. Einige der Artikel wurden ohne Hilfe des Internets und andere Sekundärliteratur erstellt, daher beschränken sich die Texte oft auf allzu ausführliche Inhaltsangaben (Spoilerwarnung!), ohne weitere Hintergrundinformationen zu den besprochenen Filmen. Angesichts einiger wirklich haarsträubender Satzkonstruktionen wünsche ich nun besonders viel Spaß beim Schmökern:)

Christian Lorenz

Pulse

Pulse
Das Lexikon des Phantastischen Films

186 Seiten, Download 15.3 MB
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Creepy Images #4

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